Urologische Kinder-Chirurgie
Liebe Kinder, liebe Eltern,
die fachspezifische Diagnostik, spezialisierte Behandlung als auch die individuelle und vertrauensvolle Betreuung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit angeborenen oder erworbenen Erkrankungen des Urogenitaltrakts steht bei uns, dem kinderurologischen Team am LMU Klinikum, im Vordergrund.
Im Fokus unserer Arbeit stehen deshalb immer die Belange unserer kind- und jugendlichen Patienten mit seiner Familie. Denn wir möchten Euch die bestmögliche medizinische Versorgung und Pflege bieten. Dies beginnt bereits bei der möglichst wenig belastenden bzw. kindgerechten Durchführung unserer speziellen Sprechstunden und der notwendigen (Funktions)Diagnostik. Hier ist die Unterstützung durch unser speziell ausgebildetes Fachpersonal unerlässlich, das alles dafür tut, eine angenehme und wohltuende Untersuchungsatmosphäre zu schaffen.
Im Falle einer notwendigen operativen Maßnahme bieten wir – je nach Bedarf – eine ebenfalls kindgerechte ambulante/tagesklinische oder stationäre Versorgung an. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit angrenzende Spezialdisziplinen wie z.B. die pädiatrische Nephrologie, Endokrinologie, Gastroenterologie usw. miteinzubeziehen, um so eine ganzheitliche Behandlung auch von komplexen Krankheitsbildern anzubieten. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Gynäkologie/Geburtshilfe und der Neonatologie sind wir in der Lage, angeborene Erkrankungen des Urogenitaltrakts frühzeitig, ggf. sogar pränatal, zu diagnostizieren und adäquat zu behandeln.
Für Mädchen und Jungen in der Pubertät bieten wir eigene Sprechstunden, die sich altersgerecht mit den Fragen und Problemen dieser wichtigen Entwicklungsstufe befassen. So arbeiten wir auf eine entspannte Überleitung unserer Patienten in die Erwachsenenmedizin (=Transition) hin.
Auf wissenschaftlich fundiertem Hintergrund und orientiert an international modernsten Entwicklungen entsprechen wir so unserem Leitgedanken - die diagnostische und therapeutische Einheit zum Wohle unserer Patienten vom Säugling bis zum Erwachsenen!
Ihr Team Kinderurologie am LMU Klinikum
Die Hypospadie ist eine angeborene Fehlbildung der Harnröhre bei Jungen.
Dabei mündet die Harnröhre nicht an der Penisspitze, sondern weiter unten – an der Unterseite des Penis, im Hodensack oder in seltenen Fällen im Dammbereich. Die Hypospadie ist fast immer mit einer unvollständig ausgebildeten Vorhaut verbunden und teilweise auch mit einer Krümmung des Penis.
Ursachen
Die Fehlbildung entsteht bereits in der frühen Embryonalentwicklung, wenn sich die Harnröhrenanlage nicht vollständig verschließt.
Mögliche Ursachen sind:
- Störungen der männlichen Hormonwirkung (z. B. Testosteronbildung oder -wirkung)
- Genetische Einflüsse
- Umweltfaktoren
Symptome
- Harnröhrenöffnung an der Unterseite des Penis (statt an der Spitze)
- Abweichender oder nach unten gerichteter Harnstrahl
- Krümmung des Penis bei Erektion
- Auffällige Vorhaut (meist „kapuzenförmig“)
- Selten Probleme beim Wasserlassen
Unter einer Phimose versteht man eine Verengung der Vorhaut, durch die sich diese nicht oder nur schwer über die Eichel zurückschieben lässt.
Bei Säuglingen und kleinen Jungen ist das völlig normal (physiologisch) – die Vorhaut ist noch mit der Eichel verklebt und löst sich erst im Laufe der Kindheit von selbst.
Erst wenn sich die Vorhaut bis zur Pubertät nicht zurückziehen lässt oder Beschwerden auftreten, spricht man von einer behandlungsbedürftigen (pathologischen) Phimose.
Ursachen
Physiologisch (normal): Verklebung zwischen Vorhaut und Eichel nach der Geburt- Wiederholte Entzündungen oder kleine Verletzungen mit Narbenbildung
- Hauterkrankungen wie Lichen sclerosus
- Starke Manipulation oder zu frühes Zurückziehen der Vorhaut
Symptome
- Schwierigkeiten, die Vorhaut zurückzuziehen
- Weißlicher, enger Schnürring an der Vorhautspitze
- „Ballonierung“ (Aufblähen) der Vorhaut beim Wasserlassen
- Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
- Häufige Entzündungen der Vorhaut (Balanitis)
- In schweren Fällen: Harnstau oder Probleme beim Wasserlassen
Ursache
Es gibt zwei Hauptursachen:
Primärer
Entsteht durch eine Anlageabweichung des Harnleiters. Der Übergang zwischen Harnleiter und Blase funktioniert nicht richtig als „Ventil“, sodass Urin zurückfließen kann.
Diese Form ist meist angeboren.
Sekundärer
Wird durch eine Abflussstörung unterhalb der Blase (z. B. verengte Harnröhre, Blasenfunktionsstörung) verursacht. Dabei steigt der Druck in der Blase und drückt Urin zurück in die Harnleiter.
Symptome
Viele Kinder haben zunächst keine Beschwerden. Teilweise kann pränatal schon eine Erweiterung des Nierenbeckens im Organultraschall auffallen.
Wenn Symptome auftreten, sind sie meist durch Harnwegsinfektionen bedingt:
- Wiederkehrende fieberhafte Harnwegsinfektionen
- Schmerzen beim Wasserlassen oder Flankenschmerzen
- Gedeihstörungen (Kinder nehmen nicht gut zu oder wachsen schlecht)
- Inkontinenz (Einnässen) bei älteren Kindern
- In schweren Fällen kann es später zu Bluthochdruck oder Nierenschäden kommen.
Die Ureterabgangsstenose (auch Nierenbeckenabgangsenge genannt) ist eine Einengung am Übergang zwischen dem Nierenbecken und dem Harnleiter. Dadurch kann der Urin nicht ungehindert aus der Niere abfließen, was zu einem Rückstau („Harnstau“) und einer Erweiterung des Nierenbeckens (Hydronephrose) führt.
Diese Fehlbildung ist eine der häufigsten Ursachen für pränatal entdeckte Harnstauungen und betrifft meist nur eine Niere.
Ursache
Die häufigste Form ist angeboren (primär). Dabei ist der Übergang von Nierenbecken zu Harnleiter von Geburt an zu eng oder falsch angelegt. In seltenen Fällen kann die Stenose auch erworben (sekundär) sein – z. B. nach Entzündungen, Operationen oder Harnsteinen.
Symptome
Säuglinge und kleine Kinder zeigen meist keine Beschwerden.
Mögliche Anzeichen bei älteren Kindern können sein:
- Bauch- oder Flankenschmerzen, vor allem bei voller Blase oder nach dem Trinken
- Wiederkehrende Harnwegsinfektionen
- Blut im Urin (Hämaturie)
Oft wird die Stenose schon vor der Geburt im Ultraschall entdeckt
Eine Doppelniere ist eine angeborene Fehlbildung, bei der eine Niere aus zwei getrennten Nierenanteilen besteht. Dies bedeutet, dass zwei Nierenbecken und zwei Harnleiteranlagen (Ureteren) vollständig oder zu Teilen angelegt sind. Diese Anomalie wird häufig zufällig im Ultraschall entdeckt und ist oft symptomlos. Doppelbildungen gehören zu den häufigsten Fehlbildungen der Harnwege und treten manchmal zusammen mit anderen Anomalien auf.
Ursache
Die Doppelniere entsteht während der Embryonalentwicklung, wenn sich der Harnleiterstiel (Ureterknospe) frühzeitig oder doppelt ausbildet. Dadurch entstehen zwei Nierenanteile mit eigenen Sammelstrukturen.
Symptome
Meist verursacht eine Doppelniere keine Beschwerden. Falls Symptome auftreten, sind sie meist durch assoziierte Fehlbildungen bedingt, etwa:
- Wiederkehrende Harnwegsinfektionen (HWI)
- Harnstau oder Reflux (Rückfluss von Urin)
- Inkontinenz oder unkontrolliertes Harnträufeln (z. B. bei ektop mündendem Harnleiter)
- Bauch- oder Flankenschmerzen
- Fieber bei Infektionen
Man unterscheidet:
- den primären (angeborenen) Megaureter
- sekundären Megaureter, der durch andere Ursachen entsteht (z. B. Abflussstörung oder Reflux)
Ursache
In den meisten Fällen ist der Megaureter angeboren. Der Übergang zwischen Harnleiter und Blase funktioniert nicht richtig – der Urin kann nicht ungehindert abfließen, oder der Rückfluss (Reflux) in Richtung Niere ist möglich.
Selten entwickelt sich ein Megaureter später, zum Beispiel durch:
- Abflussstörungen (z. B. Blasenentleerungsstörung, Harnröhrenenge)
- Erhöhten Druck in der Blase, etwa bei Fehlbildungen oder neurologischen Störungen
Symptome
Viele Kinder mit Megaureter haben keine Beschwerden, und die Erweiterung fällt zufällig im Ultraschall auf. Wenn Symptome auftreten, sind sie meist durch Harnwegsinfektionen oder Harnstau bedingt:
- Fieberhafte Harnwegsinfekte
- Bauch- oder Flankenschmerzen
- Blut im Urin (selten)
- Gedeihstörungen bei Säuglingen (z. B. Trinkschwäche, schlechtes Wachstum)
Hintere Harnröhrenklappen sind eine angeborene Fehlbildung bei Jungen, bei der sich im hinteren Teil der Harnröhre kleine, segelartige Hautfalten bilden. Diese wirken wie Ventile und behindern den Abfluss des Urins aus der Blase.
Symptome
Meist wird die Verdachtsdiagnose schon intrauterin in der Sonographie gestellt. Die Beschwerden können je nach Schwere der Abflussbehinderung unterschiedlich stark sein. Typische Anzeichen sind:
- Schwacher oder tröpfelnder Harnstrahl
- Häufiges Wasserlassen (Pollakisurie)
- Wiederkehrende Harnwegsinfekte
- Zeichen einer möglichen Nierenschädigung / eingeschränkten Nierenfunktion
Wird die Verdachtsdiagnose intrauterin gestellt erfolgen noch in der Schwangerschaft die ersten Beratungsgespräche mit den Eltern durch die Kinderurologen und Kindernephrologen.
Ursachen
Die Klappen entstehen während der Entwicklung des Kindes im Mutterleib. Es handelt sich nicht um eine erworbene Erkrankung, sondern um eine Fehlbildung der Harnröhre, die nur bei männlichen Säuglingen vorkommt.
Eine Varikozele ist eine Krampfaderbildung im Bereich des Hodens. Dabei sind die Venen des sogenannten Plexus pampiniformis erweitert.
Man kann sie sich wie eine „Krampfader am Hoden“ vorstellen. Häufig betrifft sie die linke Seite, da der venöse Abfluss dort anatomisch ungünstiger verläuft.
Ursachen
Die Hauptursache ist ein erhöhter Druck im venösen Abflusssystem des Hodens.
Dieser kann entstehen durch:
- Eine angeborene Schwäche der Venenklappen
- Den ungünstigen Abflussweg der linken Hodenvene (in die linke Nierenvene statt direkt in die große Hohlvene)
- Seltener: Abflussbehinderungen durch Raumforderungen im Bauch (z. B. Nierentumoren bei Erwachsenen – bei Jugendlichen jedoch sehr selten)
Symptome
Viele Jungen und Männer bemerken keine Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, sind sie meist:
- Zug- oder Druckgefühl im Hoden, besonders beim Stehen oder nach körperlicher Belastung
- Tastbare oder sichtbare erweiterte Venen („wie ein Sack voller Würmer“)
- Verkleinerung des betroffenen Hodens bei längerem Bestehen
- Evtl. eingeschränkte Fruchtbarkeit im Erwachsenenalter
Diagnostische Maßnahmen
In der Regel genügt eine Blickdiagnose von einem Kinderurologen. Bei schweren Formen: zusätzliche Untersuchungen wie:
- Ultraschall
- Karyogramm (Chromosomenanalyse)
- Hormonuntersuchungen
Diagnostische Maßnahmen
Bei einer pathologischen Phimose erfolgt die Diagnose durch eine körperliche Untersuchung:
- zurückschieben der Vorhaut
- Anzeichen auf Narben, Verdickungen, Entzündungszeichen
Diagnostische Maßnahmen
Der Verdacht entsteht häufig nach einer fieberhaften Harnwegsinfektion.
Die wichtigsten Untersuchungen sind:
- Ultraschall (Sonografie): Beurteilung der Nieren und Harnleiter
- Miktionszystourethrografie (MCU): Röntgenuntersuchung, bei der sichtbar wird, ob Urin in die Harnleiter zurückfließt
- Szintigrafie zur Beurteilung der Nierenfunktion bei Bedarf
Diagnostische Maßnahmen
Die wichtigste Untersuchung ist der Ultraschall der Nieren und Harnwege.
Je nach Befund können weitere Tests folgen:
- Nierenszintigrafie – zur Beurteilung der Nierenfunktion und des Harnabflusses
- Selten zusätzlich MR-Urografie – bei unklaren Befunden oder zur genauen Operationsplanung
Die Diagnose erfolgt meist im Ultraschall, teils schon pränatal. Weitere Untersuchungen können nötig sein, um den Harnabfluss und mögliche Begleitfehlbildungen zu beurteilen:
- Miktionszystourethrografie (MCU) → Nachweis eines vesikoureteralen Refluxes (VUR)
- Nierenszintigrafie → Beurteilung der Funktion beider Nierenanteile und des Urinabflusses
- Selten MRT → bei unklarer Anatomie
Der Verdacht ergibt sich oft bereits vor der Geburt im Ultraschall. Nach der Geburt wird die Diagnose durch weitere Untersuchungen bestätigt:
- Ultraschall (Sonografie) zur Beurteilung der Nieren und Harnleiter
- Miktionszystourethrografie (MCU), um einen Reflux oder eine Blasenabflussstörung auszuschließen
- Nierenszintigrafie, um die Funktion und den Urinabfluss der betroffenen Niere zu prüfen
- Selten Uro-MRT in speziellen Fällen zur genauen Darstellung
Diagnostische Maßnahmen
Zur Diagnosesicherung werden in der Regel folgende Untersuchungen durchgeführt:
- Ultraschall (Sonografie): zeigt eine vergrößerte Blase, eventuell erweiterte Harnleiter oder Nierenstau
- Miktionszysturethrogramm: Röntgenaufnahme beim Wasserlassen, die die Verengung sichtbar macht
- Laboruntersuchungen: Kontrolle der Nierenfunktion und möglicher Entzündungszeichen
- Nierenszintigraphie zur Bestimmung der seitengetrennten Nierenfunktion und Urinabfluss
Diagnostische Maßnahmen
Zur Diagnosesicherung werden in der Regel folgende Untersuchungen durchgeführt:
- Körperliche Untersuchung im Stehen (sicht- und tastbare Venen)
- Ultraschalluntersuchung (Duplexsonografie) zur Beurteilung der Gefäße und des Blutflusses
- Bei Jugendlichen auch Größenvergleich beider Hoden im Ultraschall
- Operationszeitpunkt: idealerweise zwischen dem 10. und 12. Lebensmonat
Ziel der Operation:
- Verlagerung der Harnröhrenöffnung an die Penisspitze
- Begradigung des Penis
- In milden Fällen ohne Beschwerden kann auf eine Operation verzichtet werden
Abwarten und Beobachten:
- Bei kleinen Jungen meist ausreichend – oft löst sich die Verklebung im Laufe der Zeit von selbst
Konservative Therapie:
- Behandlung mit kortisonhaltiger Salbe über 4 bis 6 Wochen
- Sanftes, regelmäßiges Dehnen der Vorhaut nach Beginn der Therapie
- Erfolgsrate: 75–90 %
Operative Therapie (Zirkumzision):
- Wenn die Salbentherapie nicht hilft oder bei starken Beschwerden
- Entfernung der verengten Vorhaut
- Eingriff erfolgt in der Regel in Vollnarkose bei Kindern
Konservativ (nicht-operativ):
- Regelmäßige ärztliche Kontrollen (Ultraschall, Urinuntersuchungen)
- Viel trinken, regelmäßig Wasserlassen
- Antibiotikaprophylaxe um Infektionen zu verhindern
- bei vielen Kindern heilt der Reflux von selbst aus
Operativ:
- Endoskopische Behandlung: Im Rahmen einer Blasenspiegelung wird im Harnleitermündungsgebiet mit einer gelartigen Substanz unterspritzt, um den Rückfluss zu verhindern
- Operation (Ureterneuimplantation): Neuverlagerung des Harnleiters in die Blasenwand, meist bei schweren Fällen
Beobachtung (konservativ):
Regelmäßige Ultraschallkontrollen und eventuell Kontrolle der Nierenszintigraphie (nach 3 Monaten)
- In vielen Fällen bessert sich der Abflss von selbst im Laufe der Entwicklung
- Ev. kann eine Antibiotikaprophylaxe zeitweise sinnvoll sein, um Infektionen zu verhindern
Operation (Pyeloplastik):
- Bei deutlicher Abflussbehinderung oder abnehmender Nierenfunktion
- Die Engstelle wird chirurgisch entfernt und der Harnleiter neu mit dem Nierenbecken verbunden, dies kann über eine offene Operation an der Flanke oder minimal-invasiv erfolgen, bei größeren Kindern auch unterstützt durch eine Robotik.
- Keine Therapie nötig, wenn keine Symptome oder Funktionsstörungen bestehen.
- Antibiotikaprophylaxe, falls gehäufte Harnwegsinfekte auftreten.
Operation falls
- ein starker Reflux besteht,
- ein Harnleiter falsch (ektop) mündet,
- ein Nierenanteil funktionslos ist und Probleme verursacht (z. B. Infekte, Druck)
Konservative Behandlung (Abwarten und Beobachten):
- Regelmäßige Ultraschall- und Urinkontrollen
- Gegebenenfalls Antibiotikaprophylaxe zum Schutz vor Infektionen
- In vielen Fällen bildet sich der Megaureter im Laufe der Entwicklung von selbst zurück
Operative Behandlung:
Wenn die Abflussstörung anhält oder die Niere gefährdet ist, wird operiert.
Dabei wird:
- der betroffene Harnleiter neu in die Blase eingesetzt, (Ureterneuimplantation)
- oder in sehr ausgeprägten Fällen bei kleinen Säuglingen der Harnleiter als Stoma ausgeleitet
Die Erfolgsraten sind sehr hoch, und die meisten Kinder erholen sich rasch nach dem Eingriff.
- Zunächst wird durch einen Blasenkatheter (meist suprapubisch) der Urin abgeleitet, um die Nieren zu entlasten
- Anschließend werden die Klappen in einer endoskopischen Operation (transurethrale Resektion) entfernt
- Eine engmaschige Nachsorge ist wichtig, da die Nierenfunktion langfristig überwacht werden muss
- In schweren Fällen kann später eine Nierentransplantation notwendig werden
- Beobachtung bei leichten, beschwerdefreien Fällen
Operative Therapie bei:
- Schmerzen oder kosmetischer Beeinträchtigung
- Nachweis einer Hodenverkleinerung
- Ziel der Behandlung ist es, den Rückfluss des Blutes zu stoppen und so den Hoden zu entlasten
Eine langfristige Nachsorge durch Kinderurologen wird empfohlen.
Eine Phimose ohne Beschwerden muss nicht automatisch behandelt werden.
- Bei leichten Formen verschwindet der Megaureter häufig spontan
- Nach erfolgreicher Operation bleibt die Nierenfunktion in der Regel erhalten
- Regelmäßige Nachkontrollen stellen sicher, dass sich kein neuer Harnstau oder Infektionen entwickeln
- Nach erfolgreicher Behandlung verschwinden Beschwerden meist vollständig
- Das Risiko für Rückfälle (erneutes Auftreten) ist gering, kann aber bestehen
- die Varikozelen im Kindesalte haben keinen negativen Einfluss auf die spätere Fruchtbarkeit
Zur Funktionsdiagnostik (Uroflowmetrie, Zysto-, Rektomanometrie) gelangen Sie hier:
Kinderkontinenzsprechstunde
Kinder mit Harn- und/oder Stuhlinkontinenz (Einnässen, Einkoten) werden in der Kinderkontinenzsprechstunde im integrierten sozialpädiatrischen Zentrum (iSPZ Hauner) interdisziplinär behandelt. Weitere Informationen zur Sprechstunde und zur Anmeldung finden Sie auf der Internetseite des iSPZ Hauner. Die Terminwartezeiten der Kinderkontinenzsprechstunde betragen aufgrund der hohen Nachfrage leider mehrere Monate.
Kontakt & Infos
Dr. med. Regina Stredele
Leitung
Dr. med. Katja Lellig
Stellvertreterin
Montag bis Freitag
8:30 bis 12:30 Uhr
13:30 bis 14:30 Uhr
Montag
09:00-12:00 Uhr
Mittwoch
09:00-12:00Uhr Hydronephrose Sprechstunde
Donnerstag
13:00-15:00 Uhr
Die Sprechstunden finden auf der Ebene EG, Elektivambulanz im Dr. von Haunerschen Kinderspital statt.
- Arztbriefe
- Bilder (Röngten / MRT / CT) auf CD mit schriftlichem Befund
- Vorbefunde
Informationen folgen.
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