Interdisziplinäres Mukoviszidosezentrum München

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Das Team des Mukoviszidose-Zentrums München

Die Mukoviszidose oder zystische Fibrose (CF) ist eine autosomal rezessiv vererbte, nicht heilbare Erkrankung, die Kinder von Geburt an haben. CF ist die häufigste erbliche Erkrankung der Lunge in der kaukasischen Bevölkerung mit einer Inzidenz von 1:2.500. CF wird durch Mutationen im CFTR-Gen ("cystic fibrosis transmembrane conductance regulator") auf Chromosom 7 verursacht. Fünf Prozent der Bevölkerung sind gesunde Merkmalsträger, die CF weitergeben können. Eine pränatale Diagnose (= Diagnose vor der Geburt) ist möglich.

Ziel des Mukoviszidose-Zentrums ist es, Betroffenen unabhängig vom Alter eine zentrale Anlaufstelle anzubieten und die weitere Versorgung zu koordinieren. Dabei werden Kinder und Jugendliche in der Christiane-Herzog-Ambulanz im Dr. von Haunerschen Kinderspital in der Lindwurmstraße 4 versorgt (max. bis zum 30. Lebensjahr). Erwachsene ab einem Alter von 18 Jahren können in der Medizinischen Klinik IV in der benachbarten Ziemssenstraße behandelt und betreut werden.

Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der im Zentrum organisierten Ärzte ist die Überleitung von der Pädiatrie zur Erwachsenenmedizin (Transition) für die Patienten reibungslos möglich. Das Mukoviszidose-Zentrum am Klinikum der LMU zählt zu den größten ihrer Art in ganz Deutschland.

Das Zentrum fördert durch seine Struktur zudem den schnellen Wissenstransfer aus der Forschung in die klinische Praxis. Das Mukoviszidose-Zentrum ist Teil des deutschen Netzwerkes Klinische Studien im Mukoviszidose-Institut (Bonn) und ist als gemeinsames Zentrum des europäischen Studiennetzwerkes anerkannt (ECFS-CTN). Durch die Teilnahme an internationalen Multicenter-Studien, und die Initiierung eigener Multicenter-Studien und Pilotprojekte wird kontinuierlich an der Optimierung der Diagnostik und Therapie der Erkrankung gearbeitet. Aktuelle innovative Konzepte können so rasch Eingang in die Versorgung der Patienten finden. Zusätzlich wird grundlagenorientierte Forschung durch mehrere Arbeitsgruppen im angegliederten Christiane-Herzog-Labor im Forschungstrakt der Kinderklinik ermöglicht.

Die Arbeit wird wesentlich gefördert durch die Unterstützung des Elternvereines „cf Initiative-aktiv e.V.“. Außer hochqualifizierter klinischer Versorgung im ambulanten und stationären Bereich wird eine intensive klinisch orientierte Forschungsarbeit geleistet.

Prof. Dr. med. Matthias Griese
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Kinderpneumologie, Allergologie, Neonatologie
Prof. Dr. med. Matthias Kappler
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt pädiatrische Gastroenterologie, Cystische Fibrose   
Dr. med. Susanne Nährig

Mukoviszidose-Sprechstunde für Kinder und Erwachsene bis 30 Jahren

Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital

Lindwurmstraße 4
80337 München

Mukoviszidose-Sprechstunde für Kinder und Erwachsene ab 30 Jahren

Fachbereich Pneumologie, Klinikum der LMU / Campus Innenstadt

Ziemssenstraße 1
80336 München

Weitere Infos

Bei diesen Selbsthilfegruppen finden Sie umfangreiches Informationsmaterial im Internet


Bay. Landesbank München

BLZ: 700 500 00

Kto: 100 200 40

Zahlungsvermerk: Finanzstelle 80241035 oder 80241072

Eine Spendenquittung kann über uns von unserem Finanzreferat ausgestellt werden. Bitte geben Sie dazu unbedingt Ihre Postadresse an.

Krankheitsbild Muskoviszidose

  • Das kranke Gen (CFTR) blockiert den Elektrolyttransport => Es bilden sich zähe Schleimsekrete
  • Durch extrem salzhaltige Schweißabsonderung kommt es besonders im Sommer zu Salzverlusten
  • Neugeborene leiden unter Verdauungsstörungen und nehmen trotz ausreichender Nährstoffzufuhr nicht zu. Häufig tritt ein Analprolaps auf
  • Die Krankheit führt zu chronischen Störungen von Atmung und Verdauung mit hellem, stark riechendem Stuhl
  • Da die Absonderung von elektrolythaltigen Körperflüssigkeiten wie Schweiß und Schleim gestört ist, sind diese Sekrete in Lunge und Bauchspeicheldrüse, aber auch in anderen Organen (z.B. in der Leber) zäher als bei nicht erkrankten Kindern
  • Der vermehrte Schleim der Atemwege führt zu häufigen bakteriellen Infektionen, hauptsächlich durch die Erreger Staphylokokkus aureus, Haemophilus influenzae und Pseudomonas aeruginosa
  • Die Krankheit ist bei verschiedenen Patienten unterschiedlich stark ausgeprägt, was den Zeitpunkt, an dem die Krankheit erkennbare Symptome zeigt, und den Schweregrad der Symptomatik betrifft