Kinder-Intensiv-Pflege-Station KIPS

Tradition

Die Kinderintensivpflegestation (KIPS) des Dr. von Haunerschen Kinderspitals der LMU München wurde 1969 als eine der ersten Kinderintensivstationen im deutschsprachigen Raum gegründet.

Intensiv-, Schmerz- und Notfallmedizin im Hauner
Im Notfall

Ansprechpartner

Stationsstützpunkt

Ärztliche Leitung

Prof. Dr. med. Karl Reiter

Oberärzte

PD Dr. med. Martin Olivieri

Dr. med. Carola Schön

Funktionsoberärzte

Dr. med. Florian Hey

Dr. med. Christoph Rohde

Dr. med. Victoria Lieftüchter

Pflegerische Leitung

Beate Kleine Susanne Riek

Wir hoffen, Sie fühlten sich, trotz der schwierigen Situation, gut bei uns aufgehoben. Da wir Kleidung, Spielsachen, Bücher usw. für unsere Patienten selbst besorgen und bezahlen, würden sich unsere Kinder und das Team der KIPS sehr über eine kleine Unterstützung freuen. Wir versichern Ihnen, dass die Spenden ausschließlich unseren Patienten zu Gute kommen. Gerne nehmen wir auch gut erhaltene Sachspenden entgegen.

Spendenkonto

Finanzreferat LMU München

Bayerische Landesbank München

BLZ: 700 500 00

Konto-Nr.:2020040

Verwendungszweck 80242006

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Die Alarmierung des Kindernotarztes erfolgt über die Integrierte Leitstelle München (Tel: 112)

Notfalleinsätze zur Erstversorgung von Kindern fordern sowohl vom Notarzt als auch vom Rettungsdienstpersonal eine große fachliche Kompetenz und stellen eine enorme psychische Herausforderung dar. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen sind, sondern brauchen ihre ganz eigenen Behandlungsmethoden.

Eine gewisse Unsicherheit entsteht durch die ungewohnten Körpermaße, befürchtete Komplikationen bei invasiven Maßnahmen, mangelnde Routine beim Einsatz und der Dosierung von Medikamenten und dem Legen venöser Zugänge, Probleme bei der Anamneseerhebung sowie durch den psychischen Druck der Eltern, welcher ein sicheres und kompetentes Auftreten des Notarztes zusätzlich erschweren.

Da diese relativ seltenen Notfälle aber ein hohes Maß an Erfahrung und Routine des Behandelnden erfordern, wurde in München auf Initiative des damaligen Leiters der Abteilung für Pädiatrische Anästhesiologie, Prof. Dr. Karl Mantel sowie Ärzten der Kinderintensivstation des Dr. von Haunerschen Kinderspitals der Ludwig-Maximilians-Universität München und Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr München nach einer Anfangsphase der Kindernotarztdienst mit Beginn des Jahres 1990 offiziell eingerichtet. Als Transportmittel wurde ein speziell ausgerüstetes Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) in Dienst gestellt, das seit 1997 rund um die Uhr besetzt ist. Neben dem Dr. von Haunerschen Kinderspital nehmen im wöchentlichen Turnus auch die anderen drei Kinderkliniken Kinderklinik KH Schwabing, Kinderklinik KH Harlaching und Kinderklinik Dritter Orden an der Besetzung des Kindernotarztdienstes teil garantieren in München und Umland eine einmalige Rund-um-die-Uhr-Versorgung der Kleinen.

Die Disposition und Alarmierung erfolgt wie auch bei den anderen Rettungsmitteln über die Integrierte Leitstelle München (ILST), die zentral alle Einsätze des Rettungs- und Notarztdienstes sowie der Feuerwehr in München koordiniert. Angefordert wird der Kindernotarzt von Rettungskräften oder der Rettungsleitstelle, die unter der Telefonnummer 112 erreichbar ist.

Der Kindernotarzt wird zusätzlich zu den üblichen Rettungsmitteln alarmiert (Parallelalarmierung), er ersetzt also nicht den konventionellen Erwachsenen-Notarzt. Mittlerweile ist das Kinder-NEF in den Bedarfsplan offiziell integriert. Bei Kindernotfällen im Münchner Umland kann der Kindernotarzt außerdem von umliegenden Rettungsleitstellen angefordert werden. In diesem Fall erfolgt die Aufnahme des Kindernotarztes durch den nächstgelegenen Rettungshubschrauber oder Polizeihubschrauber.

Das Kinder-NEF ist gewöhnlich mit einem Fahrer (Rettungsassistent der Berufsfeuerwehr München) und dem Notarzt besetzt, zusätzlich kann ein Praktikant mitgenommen werden. Durch eine großzügige Spende der Firma BMW konnte im Jahre 2006 ein umgebauter Geländewagen X3 als Einsatzfahrzeug für den Münchner Kindernotarzt angeschafft werden, der eine kindgerechte Notfallausrüstung an Bord hat.

Die Kindernotärzte sind Fachärzte oder Ärzte in Weiterbildung der Richtungen (Kinder-) Anästhesie, Kinderchirurgie und Pädiatrie. Ärzte, die am Kindernotarztdienst teilnehmen, müssen grundsätzlich die Qualifikation „Fachkunde Rettungsdienst“ nachweisen, die zur Teilnahme am Notarztdienst berechtigt. Da in dieser Ausbildung nur marginal auf die Versorgung von Kindern eingegangen wird, insbesondere spezielle Maßnahmen wie die Intubation bei Kindern oder das Legen venöser Zugänge bei Säuglingen und Kleinkindern usw. i.d.R. nicht gelehrt werden, müssen die Anwärter eine festgelegte „Zusatzausbildung“ klinikintern durchlaufen: Tätigkeit auf Intensivstation, sowie Routine im Umgang mit der Medikation bei Kindern, Übung in Intubation und Beatmung, usw.

Seit dem Beginn 1988 (313 Einsätze) ist bis 1998 ein enormer jährlicher Zuwachs zu verzeichnen. Seit 1998 stabilisieren sich die Einatzzahlen auf konstantem Niveau (2008 mit 1983 Einsätzen).

„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“

Um die Versorgung der Notfallversorgung der Kinder in und um München durch speziell ausgebildete Ärzte und Rettungsassistenten weiter zu optimieren, wurde im Sommer 2006 von Ärzten der 4 Kinderkliniken und Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr München der Förderverein „Kindernotarztdienst München e.V. gegründet (www.florian-muenchen.de). Der gemeinnützige Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die notärztliche Versorgung für Kinder zu unterstützen. Schwerpunkte sind hierbei neben der Ausstattung des Einsatzfahrzeugs mit zusätzlichen Geräten, Hilfsmitteln und Medikamenten die Weiterbildung von Einsatzkräften.


Ansprechpartner

Prof. Dr. Florian Hoffmann

Die Alarmierung des Kindernotarztes erfolgt über die Integrierte Leitstelle München (Tel: 112)

Die Evidenz nimmt zu, dass Aufgrund der Seltenheit von lebensbedrohlichen Ereignissen im Säuglings- und Kindesalter eine optimale Ausbildung ausschließlich anhand von klinischer Erfahrung nicht immer ausreichend ist. Diese Tatsache spiegelt sich auch wieder in den mehrfach beschriebenen Defiziten von Behandlungsteams bei der Versorgung von lebensbedrohlich erkrankten Kindern. Es ergibt sich also die Notwendigkeit, die klinische Notfallausbildung in der Kinderheilkunde durch moderne Ausbildungskonzepte zu ergänzen, um Patientensicherheit und das Notfallmanagement in der Pädiatrie zu optimieren und Kinderleben zu retten. 

Diese neuen Ausbildungskonzepte integrieren die medizinschen Aspekte unter Berücksichtigung von essentiellen Elementen der Teamarbeit und Kommunikation. Simulations-basiertes Training bietet die Möglichkeit, realistisch, sicher und reproduzierbar ein weites Spektrum klinischer Situationen zu inszenieren, um gezielt medizinische Handlungen und SimulationstrainingAbläufe zu verbessern. Während diese Form der teamorientierten Weiterbildung in anderen europäischen Staaten oder den USA auch in der Kinderheilkunde eine zunehmend weite Verbreitung findet, ist der Einsatz von Simulationstraining mit dem Schwerpunkt CRM (Crisis Resource Management) in der pädiatrischen Aus- und Weiterbildung im deutschen Sprachraum nur in den Anfangsstadien. 

Es wurde deshalb eine Kooperation der pädiatrischen Intensivstation des Dr. von Haunerschen Kinderspitals mit dem Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) ins Leben gerufen, um diese innovative simulatorunterstützte Ausbildungsform für Ärzte und Pflegepersonal im Dr. von Haunerschen Kinderspital zu integrieren.

Es haben sich mittlerweile auch mehrere Zentren, welche sich mit pädiatrischer Simulation beschäftigen, zu einem Kooperationsprojekt mit dem Namen PÄDSIM vereint. Federführend in dieser Gruppe sind neben München die Zentren in Tübingen (Dr. O. Heinzel, Dr. E. Heimberg), Wien (Dr. J.-C. Schwindt) und Basel (Dr. E.-M. Jordi, Dr. S. Gisin). Zusätzlich besteht eine sehr enge Kooperation mit dem Simulationszentrum des Children’s Memorial Hospital in Chicago (Dr. W. Eppich).

Ziel dieser Gruppe ist es einerseits, pädiatrische Simulationskurse auf breiter Ebene anzubieten und andererseits spezifische Instruktorenkurse im Bereich der Pädiatrie zu implementieren, um pädagogisch und medizinisch hoch qualitative Instruktoren ausbilden zu können. Einen Überblick über die deutschsprachigen Zentren und ein Kursprogramm können über die Homepage www.paedsim.org abgerufen werden. Wir bieten Kurse für externe Teilnehmer (Notärzte, Rettungsassistenten, externe Kinderkliniken, etc.) in unserem Simulationzentrum oder auch Inhouse-Schulungen in externen Kliniken an. Als Zukunftsperspektive bleibt zu hoffen, dass pädiatrische Simulationstrainings in die Fach-Curricula von Pädiatrie, Kinderchirurgie, Anästhesie und Notfallmedizin integriert werden.

Weitere Informationen können dem Hauner-Journal 2010 entnommen werden.


Ansprechpartner

Team

Dr. med. Victoria Lieftüchter

Anneke Schmelzer

Christina Drevenstedt

Veronika Strauch

Antje Plank

in Kooperation mit

Human Simulation Center Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM)

Schillerstr. 53
80336 München