Endometriosezentrum

Herzlich willkommen

am Endometriosezentrum der LMU Frauenklinik. Wir sind seit März 2013 zertifiziertes Endometriose-Zentrum der höchsten Stufe.

Basierend auf einem einfühlsamen und vertrauensvollen Umgang mit unseren Patientinnen hat es für uns oberste Priorität für jede Patientin ein individuell abgestimmtes, ganzheitliches Behandlungskonzept zu erstellen.

Anmeldung

Ziemssenstr. 1
80336 München

Was muss ich mitbringen?

  • Krankenkassenkarte
  • Überweisungsschein
  • Relevante Befunde (Arztbriefe, OP-Berichte, …)

Leistungen

Als zertifiziertes Zentrum der höchsten Stufe bieten wir ihnen eine umfassende und interdisziplinäre Betreuung nach den aktuellsten Standards.

Unsere Operateure weisen alle eine Zusatzqualifikation für Endometriose auf. Im Falle von komplexen Fällen mit Beteiligung anderer Organe (z. B. Darm oder Blase) kooperieren wir interdisziplinär mit den Kollegen der Chirurgie und/oder Urologie. Außerdem arbeiten wir eng mit unserer Kinderwunsch-Abteilung zusammen. Wir kooperieren außerdem mit Endometriose-zertifizierten Rehabilitations- Zentren, sodass auch nach einer Operation eine rasche Genesung erfolgen kann.

Der erste Kontakt erfolgt in der Regel über unsere Endometriosesprechstunde. 

An 3 Werktagen die Woche bieten wir eine spezielle Endometriosesprechstunde an.

Nach ausführlicher Untersuchung und persönlicher Beratung finden wir mit Ihnen und Ihrem Frauenarzt/- ärztin gemeinsam die beste Therapie.

In der Regel wird Sie Ihr Frauenarzt/- ärztin zu uns überweisen oder Sie machen selbst einen Termin aus.

In einem interdisziplinären Team, bestehend aus Gynäkologen, Chirurgen, Urologen und weiteren Experten betreuen wir sie beim Thema Endoemtriose. Unsere Kooperationspartner sind ebenfalls am LMU Klinikum tätig. Siehe TEAM!

Zusätzlich arbeiten wir mit den zertifizierten Rehabilitationskliniken in Bad Schmiedeberg (Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg) und Bad Waldsee (Städtische Rehaklinik Bad Waldsee) zusammen

  • Umfassende gynäkologische Anamnese und Untersuchung
  • Bei Bedarf reproduktionsmedizinische Abklärung
  • Bildgebende Verfahren in der Radiologie (MRT, Pyelographie)
  • Ggf. Diagnosesicherung durch gynäkologische Laparoskopie, Biopsie und histologische Abklärung
  • Diagnostische Verfahren in der Urologie (Zystoskopie)
  • Diagnostische Verfahren in der Gastroenterologie (Darmspiegelung)
  • Besprechung komplexer Fälle in interdisziplinären Fallkonferenzen
  • Medikamentöse Verfahren
  • Operative Eingriffe (hauptsächlich endoskopische Operationstechniken)
  • Ganzheitliche Patientinnenversorgung im Klinikum durch eine individualisierte Therapie
  • Follow-up-Sprechstunden für longitudinale Nachbeobachtungen
  • Komplettierung des Betreuungsangebotes für infertile Patientinnen über die
  • Kinderwunschsprechstunde
  • Interdisziplinäre Betreuung von Patientinnen mit betroffenen, extragenitalen Organen (Darm, Harnblase, Harnleiter, etc.)
  • Kooperation mit niedergelassenen Praxen
  • Planung von Anschlussheilbehandlungen/Rehabilitationen

Team

Unser Team weist eine umfassende diagnostische sowie operative Ausbildung aus und beschäftigt sich neben der klinischen Versorgung zusätzlich auch mit wissenschaftlichen Fragestellungen zum Thema Endometriose. Im Folgenden finden sie das gynäkologische Team sowie die entsprechenden Kooperationspartner aus mitbehandelnden Fachabteilungen. 

Prof. Dr. med. Sven Mahner
Zentrumsleitung, Direktor der LMU Frauenklinik
PD Dr. med. Susanne Beyer
Stellvertretende Zentrumsleitung, Oberärztin
PD Dr. med. Fabian Trillsch
Prof. Dr. med. Fabian Trillsch
Stellv. Direktor der Klinik
Prof. Dr. med. Alexander Burges
Leitender Oberarzt,  Campus Großhadern,  Leitung Operative Gynäkologie
Dr. med. Lennard Schröder
Oberarzt
Dr. med. Simon Keckstein
Funktionsoberarzt 
Dr. med. Franziska Pittrich 
Funktionsoberärztin

Infos rund um Endometriose

 Als Endometriose bezeichnet man das Auftreten von der Gebärmutterschleimhaut- (griech. Endometrium) ähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle. In etwa 10 - 15% aller Frauen im gebärfähigen Alter sind von dieser Erkrankung betroffen. Zur Entstehung der Endometriose bestehen verschiedene Theorien. Ein konkrete Ursache ist aktuell aber noch ungeklärt, weshalb bis dato keine ursächlichen Behandlungsmöglichkeiten existieren, durch die diese Erkrankung beseitigt werden kann.

Endometrioseherde findet man häufig im Bereich des kleinen Beckens, wo sie in unterschiedlicher Form und Ausdehnung auftreten können. Je nach Lokalisation können Endometrioseherde zu schmerzhaften Entzündungsreaktionen, Narbenbildungen, Blutungen aus Darm und Harnblase, aber auch zu unerfülltem Kinderwunsch führen. In seltenen Fällen sind auch andere Lokalisationen möglich.

Die Symptome sind sehr unterschiedlich, so steht die Ausdehnung der Befunde nicht unbedingt mit der Intensität der Beschwerden in Zusammenhang. Klassisch sind perimenstruelle Unterbauchschmerzen (also um den Zeitpunkt der Periodenblutung herum), Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder auch beim Wasserlassen und Stuhlgang. Ebenso kann ein unerfüllter Kinderwunsch bestehen. 

Die Behandlung der Endometriose richtet sich nach der Art der Beschwerden, dem Alter der Patientin, der Lebenssituation sowie nach der Ausdehnung des Befundes. Die Therapie reicht von Hormongaben bis zur Entfernung der Endometrioseherde durch eine Bauchspiegelung. Bei bestehendem Kinderwunsch kann in gewissen Fällen eine künstliche Befruchtung notwendig sein. Bei der Erarbeitung eines Therapiekonzeptes ist es wichtig, individuell auf jede Patientin einzugehen. 
Zu ihrem Termin bringen Sie bitte ein gültigen Überweisungsschein mit, sowie bisherige Befunde und OP-Berichte. Zunächst erfolgt ein ausführliches Gespräch zu ihrer Krankengeschichte und im Anschluss eine Diagnostik. Diese besteht in der Regel aus einer gynäkologischen Untersuchung sowie einer Ultraschall Diagnostik. Basierend auf diesen Ergebnissen werden weitere Schritte eingeleitet und es wird ein Therapieempfehlung besprochen. Wichtig ist die Anpassung der Therapie auf ihre aktuelle Lebenssituation. Bei Bedarf erfolgt ergänzend die Zuweisung zu einem unserer Kooperationspartner. Wichtig ist hierbei eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, je nach Beschwerdebild kann die Schmerztherapie auch ergänzend über ein interdisziplinäres Schmerzzentrum erfolgen.

Sollte bei Ihnen eine operative Therapie empfohlen werden, so erfolgt die OP-Planung im Rahmen der Endometriose Sprechstunde. Dank unserer Expertise auf dem Gebiet der minimalinvasiven Chirurgie ist es uns möglich, mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie) Gewebe zu schonen und Endometrioseherde gezielt zu behandeln - auch an schwierig erreichbaren Lokalisationen. Postoperativ erwartet Sie ein kurzer stationärer Aufenthalt von circa 1 - 3 Tagen (je nach Ausmaß der Operation). Sollte eine Anschlussheilbehandlung geplant werden, so unterstützt sie unser Sozialdienst in der Planung.

Nach der operativen Therapie stehen wir Ihnen Rahmen der Endometriose Sprechstunde für die Nachsorge zur Verfügung. Wir besprechen gemeinsam das weitere Vorgehen.

Zertifiziert durch die Europäische Endometriose Liga, die Stiftung Endometriose-Forschung und die Endometriose-Vereinigung-Deutschland e.V. belegt diese Auszeichnung, weitreichende medizinische Kompetenz und das Einhalten von strenge Kriterien, Richtlinien und Verfahren in Bezug auf die Diagnostik und Behandlung der Endometriose. Sie profitieren von qualitätsgesicherten Behanlungsabläufen, die den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und höchsten Qualitätsstandards entsprechen. Qualifizierte Behandler arbeiten interdisziplinär eng und strukturiert zusammen. So können wir eine optimale Versorgung sicherstellen.

Tipps und Links

Qualitätssicherung