Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)
Bedeutung des Netzwerks
Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) wurde 2020 als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie gegründet, um die wissenschaftlichen Aktivitäten der deutschen Universitätsklinika zu bündeln und gemeinsam schneller auf gesundheitliche Herausforderungen reagieren zu können. Es hat sich seither zu einer zentralen Struktur der universitätsmedizinischen Forschung entwickelt, in der abgestimmtes Handeln, der Austausch von Daten und Expertise sowie kliniknahe Projekte zu praxisrelevanten Erkenntnissen und nachhaltigen Forschungsstrukturen führen. Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam Forschung stärken – Wissen vernetzen – Versorgung verbessern“ stärkt das NUM die Zusammenarbeit über institutions- und regionsübergreifende Grenzen hinweg.
Was ist das NUM?
Verstetigung des Netzwerk Universitätsmedizin
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) beschreibt die baldige Verstetigung des NUM aktuell in seiner "Hightech Agenda Deutschland" im Kapitel "Gesundheitsforschung". Damit konkretisiert das Ministerium die Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag noch einmal:
"Wir fördern die zielgerichtete Verknüpfung, Nutzung und Aufbau medizinischer Datensätze von bisher unbekanntem Ausmaß und Detailtiefe und deren Anbindung an den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS), u. a. aus dem Netzwerk Universitätsmedizin (NUM), klinischen Studien, dem Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ), genomDE, den medizinischen Registern und der NAKO Gesundheitsstudie. Dies ermöglicht die Entwicklung neuer Diagnosemethoden, Wirkstoffe und Arzneimittel, Impfstoffe und Therapien, damit Erkrankungen gezielter und personalisiert verhindert, erkannt, behandelt und geheilt werden können. Die dritte Förderphase des NUM mit neuen Projekten und dem Aufbau neuer Infrastrukturen, z. B. durch Integration der German Biobank Node (GBN), startete zum 1. Juli 2025. Diese stellt eine übergeordnete Plattform der deutschen Biobanken dar und bietet einen Überblick der Zugangsmodalitäten und Verwendungsmöglichkeiten der dort gelagerten Bioproben. Die Verstetigung des NUM ist spätestens im Jahr 2026 geplant und im März 2029 die Anbindung an den EHDS."
Stand: 30.07.2025