3. Förderphase (2025-2030)
Mit der dritten Förderphase NUM 3.0, die das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ab Juli 2025 für fünf Jahre unterstützt, werden die in den ersten beiden Phasen aufgebauten Strukturen konsolidiert und nachhaltig in die universitätsmedizinische Landschaft integriert. Ziel ist es, Infrastruktur- und Forschungsprojekte stärker zu vernetzen und übergreifende Strukturen für Koordination, Datennutzung und Studienunterstützung zu etablieren, um die klinische Forschung für zukünftige Pandemien und große Gesundheitskrisen optimal aufzustellen. Für die LMU Medizin bedeutet NUM 3.0, dass bestehende Aktivitäten fortgeführt und in neuen Projekten weiterentwickelt werden, unterstützt durch finanzielle, organisatorische und wissenschaftliche Möglichkeiten sowie hochqualifizierte Mitarbeitende an allen Standorten, die die strategischen Ziele des Netzwerks vorantreiben.
Infrastrukturprojekte
In einer Welt, in der die Medizin vom digitalen Fortschritt profitiert und immer größere Datenmengen generiert werden, müssen Routinedaten aus der medizinischen Versorgung effizient, sicher und innovationsfördernd erschlossen, für die medizinische Forschung bereitgestellt und zur Beantwortung medizinischer Fragestellungen genutzt werden. Das NUM-DIZ-Projekt setzt auf den Vorarbeiten der Medizininformatik-Initiative (MII) auf, innerhalb derer an den meisten deutschen Universitätskliniken Datenintegrationszentren (DIZ) etabliert wurden, mit dem Ziel, die Datenbereitstellung sowie die standortübergreifende Datenintegration und -analyse zu unterstützen. Im Rahmen des NUM-DIZ-Projekts bauen die bereits etablierten DIZ ihr Service-Portfolio kontinuierlich aus und erschließen neue Datenquellen.
Projektleitung an der LMU
Dr. Fady Albashiti
(MeDIC – Medical Data Integration Center)
RACOON stellt erfolgreich die Forschungsinfrastruktur für die medizinische bildbasierte Forschung bereit. Es ist als nationale Forschungsplattform konzipiert, die ein komplettes Ökosystem für moderne bildbasierte medizinische Forschungsprojekte zur Verfügung stellt und unterhält. RACOON legt besonderen Wert auf Benutzerfreundlichkeit und schafft eine einzigartige kollaborative Umgebung, indem es alle radiologischen Abteilungen innerhalb des Deutschen Netzwerks der Universitätsmedizin als Partnerstandorte unter Einhaltung des Datenschutzes einbezieht. RACOON ist als erweiterbares, modulares System konzipiert, das mehrere einzelne Forschungsprojekte (Teilprojekte) unterstützen und die von diesen etablierten Arbeitsabläufe und Methoden beibehalten kann, um seine Funktionalität für zukünftige Teilprojekte zu verbessern.
Prof. Dr. Jens Ricke
(Klinik und Poliklinik für Radiologie)
Projektleitung an der LMU
Prof. Dr. Michael Ingrisch
(Klinik und Poliklinik für Radiologie)
Die AKTIN-Infrastruktur bietet eine Plattform für Echtzeitforschung und Überwachung im Gesundheitswesen, speziell in der Notfall- und Akutmedizin. Die Plattform ermöglicht es, täglich standardisierte klinische Daten aus der Patientenversorgung automatisch zu erfassen – standortübergreifend und unabhängig von den primären elektronischen Dokumentationssystemen, unter Einhaltung der Datenschutzvorschriften. AKTIN umfasst auch die Entwicklung und Pflege von Dokumentations- und Interoperabilitätsstandards im Bereich der Akut- und Notfallmedizin sowie eine technische und organisatorische Plattform auf Basis dieser Standards. Auf der Plattform wird das Notaufnahmeregister als eine Anwendung betrieben. Es ermöglicht den einfachen Zugang zu Daten aus Notaufnahmen für diese Zwecke. Besonderheiten des Registers sind zum einen die Nutzung der Routinedaten ohne Zusatzaufwand für das behandelnde Personal und zum anderen die dezentrale Infrastruktur, die es erlaubt, die Daten in den einzelnen Kliniken und somit im Behandlungskontext zu speichern. Werden Daten für wissenschaftliche Fragestellungen beantragt, erfolgt eine Datenanfrage an die jeweiligen Kliniken. Die angefragten Daten werden dann unter Wahrung des Datenschutzes und anonymisiert zusammengeführt. Das Ziel der AKTIN-Infrastruktur ist die Verbesserung und Beschleunigung der Datenverfügbarkeit für die Gesundheitsberichterstattung und (Versorgungs-)Forschung sowie die Optimierung des Qualitätsmanagements in den Notaufnahmen sowie in der Akut- und Notfallmedizin dar.
Projektleitung an der LMU
Prof. Dr. Matthias Klein
(Zentrale Notaufnahme)
Forschungsprojekte
Principal Investigator LMU Medizin: Dr. Julia Roider, Medizinische Klinik IV
Startet im Februar 2026 und befindet sich aktuell in der Bewilligungsphase. Der Förderantrag wurde bereits eingereicht. Weitere Informationen zum Projekt werden veröffentlicht, sobald die Förderzusage vorliegt
Principal Investigator LMU Medizin: Prof. Sophia Stöcklein, Klinik und Poliklinik für Radiologie
Startet im Februar 2026 und befindet sich aktuell in der Bewilligungsphase. Der Förderantrag wurde bereits eingereicht. Weitere Informationen zum Projekt werden veröffentlicht, sobald die Förderzusage vorliegt
Principal Investigator LMU Medizin: Prof. Amanda Tufman, Medizinische Klinik und Poliklinik V
Startet im Februar 2026 und befindet sich aktuell in der Bewilligungsphase. Der Förderantrag wurde bereits eingereicht. Weitere Informationen zum Projekt werden veröffentlicht, sobald die Förderzusage vorliegt
Principal Investigator LMU Medizin: Dr. Sandra Frank, Klinik für Anästhesiologie
Startet im Februar 2026 und befindet sich aktuell in der Bewilligungsphase. Der Förderantrag wurde bereits eingereicht. Weitere Informationen zum Projekt werden veröffentlicht, sobald die Förderzusage vorliegt