MR Physik & Quantitative Bildgebung

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein sehr vielseitiges bildgebendes Verfahren, das auf der elektromagnetischen resonanten Anregung von Kernspins in einem starken Magnetfeld beruht.

Je nach Art der Messung können mit der MRT zahlreiche physiologische, metabolische, biochemische, physikalische oder mechanische Gewebeeigenschaften dargestellt und quantifiziert werden.

Der Bereich „MR-Physik und quantitative Bildgebung“ beschäftigt sich mit der Erforschung und methodischen Weiterentwicklung von bildgebenden (meist MRT-basierten) Verfahren für die klinische Anwendung.

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Forschungsschwerpunkte

Die beiden Forschungsschwerpunkte des Bereichs sind die Weiterentwicklung quantitativer MRT-Verfahren und die MRT-geführte Intervention.

Darüber hinaus umfasst unsere Arbeit auch die Analyse und Weiterverarbeitung von Bilddaten anderer Modalitäten wie der Computertomographie (CT) unter besonderer Berücksichtigung aktueller Entwicklungen wie dem Einsatz dynamischer kontrastverstärkter CT-Untersuchungen und der Einführung energieauflösender photonenzählender Detektoren.

Unter das Thema Implementierung und Optimierung quantitativer MRT-Verfahren fallen beispielsweise:

  • die Relaxometrie (Messung der Relaxationszeiten T1 und T2),
  • die Diffusions-MRT (Messung von Diffusionskoeffizienten und weiteren diffusionsabhängigen Größen wie Pseudodiffusionskoeffizienten und Kurtosis-Werten)
  • die Perfusions-MRT (Messung und Quantifizierung der Gewebedurchblutung).

Um diese Methoden in der onkologischen MRT für die quantitative Erfassung von Therapie-Ansprechen und -Ergebnissen einzusetzen, werden verbesserte schnelle und robuste Messverfahren benötigt.

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Die MRT-Interventionen wird z. B. für MRT-geführte Biopsien oder Tumorablationen eingesetzt; hierfür ist die Implementierung und Evaluierung schneller MR-Fluoroskopie-Methoden mit flexibler Schichtnachführung erforderlich.

Für thermische Ablationsverfahren (z. B. mit Mikrowellen-Applikatoren) entwickeln wir robuste und präzise Temperaturmessungen. 

Simulation von Phasenartefakten durch Biopsienadeln für MRT-Interventionen (Feldrichtung im Bild vertikal).

Abbildung: Simulation von Phasenartefakten durch Biopsienadeln für MRT-Interventionen (Feldrichtung im Bild vertikal)

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AbbildungMR-Thermometrie (Temperaturkarten) und Vergleich MR-Temperatur (gestrichelt) und faseroptische Temperatur-Sonde (durchgezogen)