Sprunggelenk

Krankheitsbilder & Fallbeispiele

Sprunggelenk

Unsere Leistungen

  • Die arthroskopisch unterstütze Versorgung von Sprunggelenksfrakturen. Dies erlaubt die exakte Diagnose und Therapie von Begleitverletzungen.
  • Innovative Stabilisierungsverfahren. Diese ermöglichen eine schnellere und bessere Funktion.

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Abb. 1: Schematische Darstellung des oberen Sprunggelenks sowie des Außenbandapparates

Eine Verstauchung des Sprunggelenks (OSG-Distorsion)) ist eine Verletzung von einem oder mehreren Bändern, die das Sprunggelenk stabilisieren. Die meisten dieser Verletzungen passieren beim Sport durch ein sogenanntes Supinationstrauma, d.h. man knickt über den Außenknöchel weg.

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Abb. 2: Illustration des Supinations- und Pronationstraumas

Am häufigsten kommt es dabei zu einer Verletzung der Außenbänder. Bei dem Pronationstrauma (Umknicken über den Innenknöchel), kommt es zu einer Verletzung des Innenbandes (Abbildung 2). 

Schematische Darstellung eines ventralen und dorsalen Sprunggelenksimpingement

Bei dem Impingement-Syndrom des oberen Sprunggelenks kommt es zu einer Einklemmung von knöchernen und/oder weichteiligen Strukturen zwischen dem Schien- und Sprungbein. Dies kann zu Schmerzen und/oder einer Bewegungseinschränkung führen. Meistens bestehen die Beschwerden an der Vorderseite des Sprunggelenkes (Fuß heben), seltener an der Hinterseite (Fuß senken).

Verantwortlich für das knöcherne Einklemmen können Knochenanbauten (Osteophyten), freie Gelenkkörper, zusätzliche Knochen (Os Trigonum), oder anlagebedingte Knochenformveränderungen sein. Das weichteilige Einklemmen kann durch eine Vermehrung der Gelenkinnenhaut, Bandreste, oder Narbenstränge bedingt sein.

Egal ob knöchernes oder weichteiliges Einklemmen, die Ursachen sind meist Veränderungen in Folge von Verletzungen (Knochenbrüche, Verstauchungen, Kapsel-Band-Verletzungen) oder chronische Überlastungen des oberen Sprunggelenks (z.B. bei Fußballspielern (Soccers-ankle), Tänzern oder Läufern.

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Abb. 1: Schematische Darstellung des oberen Sprunggelenks sowie des Außenbandapparates

Eine chronische Instabilität des Sprunggelenkes ist die Folge einer unvollständigen oder Fehlverheilung der verletzten Bänder z.B. durch wiederholte Verstauchungen des Sprunggelenks.

Eine Verstauchung des Sprunggelenks (Distorsion) ist eine Verletzung von einem oder mehreren Bändern, die das Sprunggelenk stabilisieren. In den allermeisten Fällen sind durch ein Umknicken über den Außenknöchel, die sogenannte Supination, dabei die Außenbänder betroffen. 

Schematische Darstellung eines Knorpelschadens am Sprungbein. Die Schäden am Knorpel werden entsprechend ihrem Ausmaß in verschiedene Schweregrade eingeteilt.

Die Verletzung von Knorpelgewebe wird als Knorpelschaden (Chondrosis) bezeichnet. Dieser geht häufig mit einer Veränderung des darunter liegenden Knochens einher und wird dann Osteochondrose genannt. Lösen sich Stücke aus Knochen und Knorpel aus der Gelenkfläche und bilden sogenannte freie Gelenkkörper wird dies als Osteochondrosis dissecans bezeichnet.

Grundsätzlich muss zwischen dem lokalen Knorpelschaden und dem globalen Gelenkverschleiß – der Arthrose - unterschieden werden. Der lokalisierte Knorpelschaden selbst wird nicht als Arthrose bezeichnet, kann aber im weiteren Verlauf zu einer Arthrose führen. Lokale Knorpelschäden sind häufig Folge von Durchblutungsstörungen, Fehlstellungen, Überlastungen (Übergewicht, starke sportliche Aktivität), chronischer Bandinstabilität, einem Trauma z.B. durch Umknicken oder Knochenbrüchen.

Das Problem bei der Schädigung des Gelenkknorpels besteht darin, dass der menschliche Organismus kaum Fähigkeit zur Regeneration von Knorpelgewebe besitzt. Deswegen stellt die Behandlung von Knorpelschäden ein schwieriges Problem dar.

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Schematische Darstellung eines Innen- und Außenknöchelbruchs am oberen Sprunggelenk.

Brüche des oberen Sprunggelenks (OSG) sind mit bis zu 15.000 Verletzungen pro Jahr die häufigsten Frakturen der unteren Extremität. Das obere Sprunggelenk besteht aus dem Waden- (Fibula), dem Schien- (Tibia) und dem Sprungbein (Talus). Waden- und Schienbein formen mit ihren unteren Enden (Außenknöchel und Innenknöchel) die Sprunggelenksgabel. Für die Stabilität des knöchernen Sprunggelenks sorgen straffe Bänder (Syndesmose, Außenbänder, Innenband). 

Bei einer Sprunggelenksfraktur können vielfältige Kombinationen aus Verletzungen des Außenknöchels (Malleolus lateralis), Innenknöchels (Malleolus medialis), der Hinterkante des Schienbeins (posteriorer Malleolous) und unterschiedlichen Bändern bestehen. Entsprechend der Anzahl der betroffenen Knochen unterscheidet man zwischen isolierten Außenknöchelfrakturen, Bimalleolar- (Außen- und Innenknöchel; Abbildung 1) und Trimalleolar-Fraktur (Außen-, Innenknöchel- und Schienbein-Hinterkante).

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Die Abbildung zeigt eine schematische Darstellung eines gesunden (links) und eines arthrotisch veränderten (rechts) oberen Sprunggelenks

Die Sprunggelenkarthrose ist eine Abnutzung des Gelenkknorpels. Grundsätzlich werden zwei Gruppen unterschieden:

1. Die primären Arthrosen entstehen ohne eindeutigen Auslöser.

2. Die sekundären Arthrosen sind verursacht z.B. durch entzündlich-rheumatische Erkrankungen, Infektionen, Fehlstellungen oder durch eine vorrausgegangene Verletzung wie zum Beispiel Distorsionen mit Knorpelverletzung oder einen Bruch des Sprunggelenkes.

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Eine Patientin erlitt einen Sturz beim Wandern und ließ sich zur Behandlung in unsere Klinik einliefern. Bereits in der Notaufnahme übernahm das Team der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie die Behandlung. Die erweiterte Diagnostik zeigte einen komplizierten Bruch des Sprunggelenkes.

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